Pinzgauer Bauernbrot

Aus unseren Urlauben in Österreich kenne ich ein Brot dessen Aroma ich hier in Norddeutschland noch nirgends gefunden habe. So resch die Kruste, so saftig die Krume und irre herzhaft. Nun hatte ich im Januar das große Glück das Rezept zum Bauernbrot nach Pinzgauer Art abstauben zu können. Und das ist gar nicht mal so schwer.

 

 

Für zwei kleinere oder einen großen Laib benötigt man:

  • 500 Gramm Roggenmehl Typ 1150
  • 500 Gramm dunkles Weizenmehl Typ 1050
  • 700 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL brauner Rohrzucker
  • 1 EL Meersalz fein
  • 150 Gramm Sauerteig (dazu gleich mehr)
    alternativ die Schisser-Variante:
    150 Gramm Seitenbacher Natursauerteig
    40 Gramm Bäckerhefe (ein Würfel)
  • 2 EL Kümmel gemahlen
  • 1 EL Koriander
  • 1 TL Fenchel
  • 1 TL Anis gemahlen
  • 0,5 TL Kardamom gemahlen

Der Sauerteig muss einmal angesetzt werden und kann dann jahrelang weiter geführt werden. Je länger er geführt wird umso besser schmeckt am Ende das Brot. Sauerteig nimmt nicht nur Einfluss auf den Geschmack des Brot, er ersetzt auch die Hefe und arbeitet als Triebmittel.
Wie man einen Sauerteig ansetzt erspare ich mir hier detailliert zu erklären, dafür verweise ich auf den Blog der Küchenchaotin, dort gibt es eine total simple Anleitung wie das geht. Nach der Anleitung hab ich das auch mit dem Roggenmehl gemacht und es hat gleich beim ersten Versuch geklappt.

Es gibt aber auch die Variante mit dem „Schisser-Sauerteig“ wer sich das mit dem Ansetzen nicht zutraut. Meinen ersten Versuch hab ich auch so gemacht, geschmacklich ist aber die Variante mit dem angesetzten Sauerteig um Längen besser. Außerdem kann man den Schisser-Sauerteig nicht weiter führen.

Und so wird es gemacht.

Zuerst den Zucker in das lauwarme Wasser einrühren. Dann den Sauerteig dazu geben. Alternativ anstelle des Sauerteig die Hefe einbröckeln, umrühren, ruhen lassen und nach 15 Minuten den Seitenbacher Natursauerteig nach Anweisung hinzugeben.

Beide Mehle mit den Gewürzen mischen. Die Wasser-Sauerteig-Mischung hinzugeben und alles kräftig durchkneten. Das kann man mit der Hand machen, einfacher geht es aber mit der Küchenmaschine (die beste Investition die ich je getätigt habe).

Kneten, Kneten, Kneten bis der Teich weich und glatt ist. Je länger desto besser.

Dann den Teig in eine Schüssel geben, diese mit einem feuchten Tuch abdecken und den Teig 20 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Teig dann auf der bemehlten Arbeitsfläche entweder teilen und 2 kleine Laibe oder einen großen Laib formen. Diese(r) sollte dann noch mal weitere 30 Minuten abgedeckt ruhen.
Damit die Laibe in Form bleiben lässt man sie am besten in einem Gärkorb ruhen (muss ich mir unbedingt noch beschaffen, bisher hab ich das in einer Schüssel gemacht, ist aber unpraktisch).

Zwischendurch den Backofen auf 250 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen. Perfekt ist es wenn man einen Pizzastein hat, den dann auch gleich mit aufheizen (mittlere Schiene), der macht das Brot auch von unten knusprig.

Bevor nun das Brot in den Ofen kommt empfiehlt es sich eine feuerfeste Schale mit Wasser unten in den Ofen zu stellen, dadurch wird das Brot richtig resch.

Das Brot nun oben leicht einritzen und ab in den Ofen.

Nach 15 Minuten den Ofen auf 170 Grad runterstellen und weitere 40-45 Minuten backen.

Das Brot ist fertig wenn die Kruste knusprig braun ist und es sich beim Draufklopfen hohl anhört.

Abkühlen lassen und genießen!

 

 

 

purple Süßkartoffelstampf

Heute mal ein Mini-Rezept für eine Beilage

Beim Einkauf habe ich bei Penny  „purple Süßkartoffel“ entdeckt. Hmmm, nen Süßkartoffelstampf passt prima zu einem schönen Steak, also mitgenommen.

 

 

Die Zutaten:

  • 500g Süßkartoffel (geht auch mit normalen Süßkartoffeln, müssen nicht purple sein)
  • 2 EL Butter
  • 4 EL Milch
  • Salz, Pfeffer
  • eine Prise Zimt
  • Muskatnuss, gerieben
  • eine Prise Chili

Die Süßkartoffeln schälen und in Stücke schneiden. In Salzwasser kochen bis sie gar und weich sind. Je nach Stärke der Stücke kann das etwa 20 Minuten dauern. Das Wasser abgießen und die Süßkartoffeln im offenen Topf ausdampfen lassen, das Wasser muss raus.

Die Milch, die Butter, Salz & Pfeffer, Zimt, Muskat und Chili aufkochen lassen. Die Süßkartoffeln entweder mit einer Presse oder einem Stampfer zerkleinern. Und zum Schluß die kochenden Milchmischung unterquirlen. Ggf. noch etwas nachwürzen, fertig.

Guten Appetit!

Der Stampf hat beu uns perfekt zum Steak und Romanesco gepasst. Dazu dann noch ein dunkles Porter Bier, ach, ich schweife ab… 😉

karamelisierter Limettenlachs von der Zedernholzplanke

Als ich das Video von klaus-grillt.de gesehen habe war mir klar dass ich das unbedingt mal nachmachen muss. Allerdings zweifelte ich ein wenig an den wenigen Zutaten. Allerdings hat mich das Ergebnis umgehauen. Sehr lecker!

 

 

Die Zutaten:

  • Lachshälften (ich nehme gern die von Lidl, haben ne recht gute Qualität)
  • Limetten
  • Rohrzucker
  • Zedernholzplanke

Ja, das war es wirklich schon, mehr nicht!

Ich habe zur Vorbereitung die Lachshälften mit einem sehr scharfen Messer quer eingeschnitten aber nicht durchgeschnitten, quasi bis zur Haut runter. So, dass etwa 5-7 cm breite Streifen entstehen. In die Schnitte haben ich Limettenspalten gesteckt und über die komplette Oberseite des Lachs braunen Rohrzucker dick drüber gestreut. Dann habe ich den Lachs ruhen lassen und den Kugelgrill und die Zedernholzplanke vorbereitet. Dazu habe ich die Planke gewässert, so etwa 2 Stunden lang. Dann den Grill zur Hälfte mit Kohle gefüllt und durchglühen lassen. Im Innenraum sollte es etwa 200-220 Grad haben. Dann die Zedernplanke auf den Kohlen einseitig angeröstet bis das Holz zu knacken beginnt. Planke umdrehen, auf den kohlefreien Teil des Grills ziehen und den Fisch auf der Planke platzieren. Deckel drauf und etwa 20 Minuten garen lassen. Wenn Eiweiß aus dem Fisch austritt ist er gar. Limetten entfernen und genießen. Die Zedernplanke kann man übrigens mehrfach verwenden. Einfach nach Gebrauch mit heißem Wasser reinigen und trocknen lassen.

Dazu passt ganz prima eine Honig-Senf-Dill-Sauce. Kann man fertig kaufen, geht aber auch ganz fix selbst gerührt.

  • 200 ml Sonnenblumenöl
  • 50 g Honig
  • 1 Eigelb
  • 40 ml Zitronensaft
  • 30 g süßer Senf (am liebsten Händlmeier)
  • 25 g mittelschafer Senf
  • 1/2 Tl Meersalz
  • 1/4 Tl geschroteter Pfeffer
  • 1 Bund Dill

Alle Zutaten bis auf Öl und Dill vermengen und dann unter Rühren das Öl langsam hinzugießen (in meinem ersten Versuch hab ich alles auf einmal vermengt. Hat geschmeckt, war aber sehr dünnflüssig). Dill klien hacken und zufügen, fertig.

Wir haben dazu Papas Arrugadas mit Mojo Rojo gegessen, das Rezept findet ihr in Kürze auch hier im Blog.

Leckere Kalorienbombe : ungarische Langos

Lángos auf dem Wiener Weihnachtsmarkt

Lángos auf dem Wiener Weihnachtsmarkt

Während unseres Kurztrips nach Österreich im Dezember haben wir in Wien eine uns unbekannte Leckerei kennengelernt: Lángos (gesprochen Langosch). Lángos stammen aus Ungarn und sind ein echt süchtig machender, in Fett gebackener Snack. Seine Diät und Kalorienzählerei sollte man hier besser vergessen  😀

Daheim angekommen suchte ich mir ein Grundrezept und experimentierte ein wenig herum. Heraus kam das hier:

Zutaten: (für 5-6 Personen)

  • 1000 Gramm Weizenmehl
  • 2 Würfel Hefe
  • 6 TL Salz
  • 600 ml lauwarmes Wasser
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 4 TL Zucker
  • 3 TL Knoblauchgranulat
  • Frittierfett oder Öl

Wer es pikant mag kann sich noch zum Füllen Debreziner oder Schinken & Käse dazu nehmen. Einfach mit dem Teig komplett umhüllen.

Für den Belag benötigt man

  • 1 Packung geriebener Käse
  • 2 Becher Saure Sahne
  • 3 Becher Schmand
  • 3 Knoblauchzehen
  • etwas TK-Schnittlauch
  • Salz & Pfeffer

2015-12-31 18.13.01Als erstes rühren wir uns etwas Knoblauchwasser an. Damit bestreicht man direkt nach dem Backen die Lángos. Dazu 2 TL Salz, die 3 TL Knoblauchgranulat und 100 ml warmes Wasser verrühren.

Dann geht es an den Hefeteig.
500 ml lauwarmes Wasser und 200 ml lauwarme Milch in einen Becher geben, 4 TL Zucker und 4 TL Salz dazu und die Hefe bröckchenweise darin auflösen.
Das Mehl eine große Schüssel geben und die Mischung aus Milch, Wasser & Hefe dazu gießen und kräftig durchkneten. Wenn der Teig an den Fingern klebt einfach etwas mehr Mehl dazu bis es sich von den Fingern löst. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und für etwa eine Stunde an einem warmen Ort stellen. Die Menge verdoppelt sich etwa.

Nun zum Belag.
Saure Sahne, Schmand, gepresste Knoblauchzehen und Schnittlauch in einer Schüssel verrühren und mit Salz & Pfeffer abschmecken. Dann ebenfalls ziehen lassen.
Dann in einem großen Topf Das Fett oder Öl erhitzen. Wir haben Frittierfett genommen. Der Topf muss nicht tief sein, aber er sollte, damit es einigermaßen große Lángos gibt, breit sein.
Woran merke ich dass das Fett auf Betriebstemperatur ist? Einfach nen Kochlöffelstiel oder Schaschlikspieß aus Holz eintauchen. Wenn kleine Bläschen davon aufsteigen ist das Fett startklar.

2015-12-31 19.02.34Nun nimmt man etwas Teig (Wir haben in unserem Fall eine Menge genommen die irgendwo zwischen Golf- und Tennisballgröße liegt) und drückt diese auf der eingemehlten Arbeitsfläche zu ganz flachen Fladen aus. Wenn man die Fingerspitzen kurz vorher in Speiseöl tunkt bleibt nichts an den Fingern kleben.
2015-12-31 18.42.22Und dann: ab ins Fett! Auf beiden Seiten goldbraun durchbacken, danach auf Krepp abtropfen lassen, mit dem Knoblauchwasser einpinseln und servieren. Creme drauf und mit Käse bestreuen.
YUMMIEH!

Die Varianten bei denen eine Debreziner oder Schinken & Käse in Teig einpackt haben wir auch getestet und für sehr lecker befunden.

Viel Spaß beim Nachbacken!

 

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Ein kleiner Tipp noch von uns: wenn man die Teigfladen ins Fett gibt wölben die sich meist nach oben und der Hohlraum wird nicht ganz knusprig. Durch Zufall haben wir entdeckt dass das nicht passiert wenn in der Mitte ein kleines Loch im Teig ist.

Kuchen im Glas – mein erster Versuch

Kuchen im GlasZu Weihnachten bekam ich als Gag einen Kuchen im Glas. Dieser stammte aus Massenfertigung und schmeckte mir nicht ganz so toll wie erhofft. Ist halt nicht selbst gemacht…
Also beschäftigte ich mich ein wenig mit dem Thema Kuchen im Glas. Ein recht interessantes Thema, denn diese Leckerlies können durchaus auch mal (je nach Rezept) mehr als 6 Monate haltbar sein und sind eine tolle Geschenk-Idee. Es wurde also Zeit mal selber solche Kuchen zu backen.

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BBQ-Dessert: gegrillte Bacon-Karamell-Äpfel

bbq-9Hui, eine neue Leckerei hat den Zugang in mein Kochbuch gefunden: die gegrillten Bacon-Karamell-Äpfel. Mein Freund Hans machte mich auf ein Video aufmerksam wo diese Leckerlies auftauchten. Es ließ mir natürlich keine Ruhe bis ich die ausprobiert habe. Es gibt 2 Rezept-Varianten wobei die ersten Fotos hier von der „Quick & Dirty“-Methode stammen. Ich liste aber natürlich beide Rezepte auf.

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Cole Slaw – Yummieh!

Cole SlawJunior und ich sind ja begeisterte KFC-Fans und lieben u.a. den Cole Slaw, eine amerikanische Variante des Krautsalat. Ich persönlich hatte bislang immer eine Abneigung gegen Krautsalat weil ich die „typisch griechische oder bayrische“ Zubereitungsart furchtbar finde, viiiel zu sauer! Aber seit KFC ist das anders, und da ich ja gern koche bzw. jetzt mal nen Salat zubereite habe ich nach einigem Ausprobiereren eine recht leckere Variante „komponiert“.

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Gefüllte Nudelherzen mit Käsesauce

gefüllte NudelherzenAm Valentinstag habe ich meiner Liebsten etwas mit viel Liebe und Handarbeit gekocht.
Es sollte etwas ganz Besonderes werden, darum habe ich mich dazu entschieden etwas zu kochen wo ich viel Handarbeit walten lassen musste, dafür aber ganz viel Liebe mit einfließen lassen konnte…

 

 

Hier nun das Rezept dazu.

Wie immer, zuerst die Zutaten. Ich habe das Essen für 4 Personen geplant.

  • 4 Eier
  • 2 EL Tomatenmark und 20 ml warmes Wasser
  • 500 g Mehl
  • 300 g Rinderhack
  • 1 Zwiebel
  • 120 g Mozarella (in den meisten Fällen ist das eine der abgepackten Portionen)
  • 2 Eiweiß
  • 2 Knoblauchzehen
  • 500 ml. Brühe
  • 120 g geriebener Käse (am besten schmeckt es mit Emmentaler)
  • 160 g Frischkäse mit Kräutern
  • Pfeffer, Salz, Oregano
  • ggf. 1 Löffel Olivenöl

Wir beginnen mit der Füllung.
Zwiebeln fein hacken und die Mozarellakugel fein zerkleinern. Mit dem Hack vermengen und mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.

Nun zum Teig.
Für den Teig die Eier quirlen, das Tomatenmark im warmen Wasser auflösen und unterrühren. Diese Mischung dann zum Mehl geben und per Hand zu einem festen aber geschmeidigen Teig verkneten. Wenn der Teig nicht geschmeidig werden will vorsichtig Öl dazu träufeln und weiter kneten.
Den Teig dann zerteilen und jedes Stück dünn ausrollen, so ca. auf 1 – 1,5 mm Stärke. Dicker würde ich das nicht machen, das wird sonst ein echt harter Brocken der sehr viel länger gekocht werden muss.
Jetzt mit einem herzförmigen Ausstecker Nudeln ausstechen.
Auf eine Hälfte etwas Füllung geben, die Ränder mit dem Eiweiß bestreichen, eine zweite Nudel drüber legen und die Ränder mit einer Gabel fest zusammen drücken.
Dann die Nudelherzen in reichlich Salzwasser ca. 9-10 Minuten kochen.

Nun zur Sauce.
Die Knoblauchzehen halbieren und den Topf damit ausreiben (Wir wollen ja nur ein Aroma haben und die Liebste danach noch küssen können 😉
Die Brühe hinzufügen, kurz aufkochen unddann auf kleine Flamme zurück schalten. Das ist wichtig, sonst brennt der Käse am Boden an. Den geriebenen Emmentaler in die Brühe geben und auflösen. Immer feste rühren damit sich nix ansetzt. Dann den Frischkäse mit Kräutern einrühren. Mit Pfeffer und Oregano abschmecken. Wem die Sauce zu dünn ist hilft nun mit mit Saucenbinder oder Speisestärke nach und dickt die Sauce an. Nicht einköcheln, sonst brennt der Käse fest 😉

Und dann:
Tisch hübsch dekorieren, Kerzen an und servieren! Und nicht vergessen später das Schlachtfeld in der Küche zu beseitigen…

Hack-Reis-Auflauf

Heute habe ich mal etwas neues ausprobiert. Fast immer werden Aufläufe mit Nudeln gemacht, dieser hier ist anders. Ziemlich lecker und in gerade mal 45 Minuten gezaubert. Ein Foto muss ich bei nächster Gelegenheit nachlegen, wir haben den ratzekahl aufgefuttert und das Foto vergessen 😉

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