Wenn Wildschweine mit GPS unterwegs sind…

Seit einiger Zeit liegt quasi in meiner Homezone der Powertrail namens „Göhrde – GC33QG3“ vom Team Nord. Ich persönlich mag so große Trails eigentlich nicht (Drum habe ich ja auch das große Fragezeichen auf 21 Dosen beschränkt und mit Knobelaufgaben versehen), aber es gibt ja genügend Leute denen so etwas Spaß macht und für die ist es gut so. Doof finde ich allerdings wenn Geocacher nicht lesen können und sich schlimmer als die dort regierenden Schwarzkittel (für Stadtmenschen: Schwarzkittel = Wildschweine) benehmen.

Der Berufsgeocacher hat neulich in seinem Podcast 231 und auch das Team Celle haben über einen Vorfall auf dem Göhrdetrail berichtet in dem sich Geocacher völlig daneben benommen haben. Einige „Dosengeile“ haben nämlich das absolute Fahrverbot ignoriert und sind mit dem Auto quer durch die Göhrde und dort durch einige Wildruhezonen geballert. In einem Fall hat sich eine solche „Wildsau“ sogar festgefahren und bekloppterweise beim Förster gebettelt man möge ihn freischleppen.

Dies hatte nun zur Folge, dass mehrere Dosen durch die Jägerschaft eingesammelt wurden. Denn die Wildruhezonen sind nun keine mehr, das Wild hat sich verkrümelt. Toll.

Nun war ich heute auf Wartungsrunde bei zwei meiner Dosen die nahe am Trail liegen und dachte mir: „Schau Dir doch mal an wie es um die Dosen dort bestellt ist.“
Mit Cacherautobahnen hatte ich ja schon gerechnet, aber nicht mit dem was ich vor Ort so entdeckte. Der Boden um die Suchzonen war weitläufig umgewühlt, Moos von den Wurzeln gerissen und/oder es lag Müll umher. Müll, der mit Sicherheit nicht wie an einer Hauptverkehrsstraße einfach so aus dem Fenster geworfen wird. Ich habe mir nämlich mal 4 Dosen angeschaut die mitten im Wald liegen und eigentlich nur zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen sein sollten.

Bildet Euch selbst ein Urteil. Vielleicht sollte man wegen des Mülls parallel zum Trail ein CITO (Cache in, Trash out) Event starten. Ich lasse mir die Idee mal durch den Kopf gehen…

 

Nachtrag zum Trail am 17.11.11:

Vor einigen Tagen wurde nahe dem Forstamt Göhrde ein freilaufender Wolf entdeckt. Der Wolf gilt nach internationalem und nationalem Naturschutzrecht als streng geschützte Art und genießt den höchst möglichen Schutzstatus. Hoffentlich wird Isegrimm nicht durch Cacher wieder verjagd.
Quelle:
Allgemeine Zeitung Uelzen

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