FHEM – Homematic Heizkörperthermostat mit externem Temperatursensor peeren

Homematic Heizkörperthermostat HM-CC-RT-DN

Vor einiger Zeit habe ich angefangen unser Haus „smart“ zu machen. Für die Automatisierung habe ich mich für das Projekt FHEM entschieden welches auf einem kleinen Raspberry Pi 3 werkelt und daher ohne Hersteller-Clouds klar kommt. FHEM arbeitet mit sehr vielen Hersteller-Protokollen zusammen und ist umfangreich editierbar. Allerdings setzt es einen gewissen Grad an Programmierkenntnissen voraus. Und manchmal findet man die Lösung für seine Probleme nicht immer sofort sondern über mehrere Quellen verteilt.
So erging es mir z.B. als ich meine Homematic Funk-Heizkörperthermostate HM-CC-RT-DN nachträglich mit externen Temperatursensoren verbinden wollte. Die Homematic-Sensoren lassen sich zwar unabhängig von FHEM mit den Thermostaten peeren, kosten aber ne Menge. Und da XIAOMI seine Aquara Sensoren für sehr schmales Geld anbietet stand für mich schnell fest: die sollen es werden.
Die nun folgende Prozedur funktioniert aber auch mit anderen externen Sensoren so lang sie in der Lage sind ihre Werte an FHEM zu übermitteln.

XIAOMI Aqara SensorEin Blick ins FHEM-Wiki verspricht: kinderleicht. *hust*
Dort wird das Peering nur „husch-husch“ beschrieben. Allerdings gibt es ein paar Klippen zu umschiffen bis alles so läuft wie gewünscht. Nachdem ich über mehrere Quellen mir alle Informationen zusammen getragen habe schreibe ich sie hier mal nieder. In erster Linie für mich für weitere Sensoren, aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen ebenfalls.

zum peeren mit externen Sensoren muss man sich in FHEM ein virtuelles Homematic-Device (in meinem Fall fürs Wohnzimmer) anlegen. den Teil <Homematic-Id> ersetzt man durch eine beliebige, 6stellige Zahl die in Zukunft als eigenständige „Adresse“ des Device dient.

Dem Device einen virtuellen Kanal hinzufügen:

Da das kein virtueller Knopf sondern ein Sensor ist benennen wir das mal um:

Ich füge das Device nun dem Raum „Heizung“ hinzu (ist aber nicht erforderlich)

Das Device muss nun noch wissen mit wem es die Daten kommuniziert, in meinem Fall ist das ein nanoCUL

Das Attribut „expert“ bitte löschen.

Nun wird das virtuelle Device mit meinem Thermostat gepeert. Bei den Thermostaten macht man dies über den Kanal 01 Weather

 

Bevor man nun weiter macht sollte man (nein, man muss) dringend warten bis das Peering abgeschlossen ist. Man erkennt es daran dass im Status des Thermostat CMDs_done steht und mit dem Befehl

das Peering in beide Richtungen eingetragen ist. das sieht dann so aus:

 

 

Sollte das Peering in beide Richtungen nicht abgeschlossen sein dann den letzten Schritt

so lang wiederholen bis beide Richtungen zu sehen sind.
Im Grunde genommen kann man nun schon überprüfen ob Daten vom virtuellen Device ans Thermostat übermittelt werden.
Mit

sollte nach kurzer Zeit in FHEM beim Thermostat im Weather-Channel bei state  nach kurzer Zeit die 30 angekommen sein.

Gut, nun müssen wir aber noch die Werte vom XIAOMI (oder anderem) Sensor automatisiert zum Thermostat bekommen.
Das macht man per „at“
In meinem Fall sieht das so aus:

Damit wird alle 5 Minuten der gemessene Temperaturwert vom „Sensor_Wohnzimmer“ (mein XIAOMI Aqara) an das virtuelle Device (welches wir gerade erstellt haben) übergeben und schlussendlich dank Peering ans Thermostat übergeben.
Ich verschiebe nun noch das at in den Raum „Zeitschaltuhren“

 

Der Übersichtlichkeit wegen nun noch mal alle Schritte ohne Erklärung und mit verkürzten Namen nacheinander:

Nun sollte alles laufen.