Sa Dragonera – die Dracheninsel


Auch in diesem Jahr haben wir uns eine Woche Mallorca im Frühjahr gegönnt. Dieses Mal residierten wir im Hotel Blau Punta Reina Resort in der Nähe von Porto Cristo. Das Hotel war super, aber darüber will ich hier nicht berichten.

Als Fan der Molly Preston Krimi-Serie der Autorin Carine Bernard erfuhr ich schon vor dem Trip dass der nächste Fall auf Mallorca spielen wird. Im Buch „Der Drachen-Klau“ zieht es die Ermittlerin auf die Dracheninsel Sa Dragonera im Südwesten von Mallorca.

Die „Drachen“

Der Beiname der Insel machte mich neugierig und ich stöberte ein wenig im Netz. Der Name stammt zum einen von der Form, treffender ist allerdings dass auf der Inseln wahnsinnig viele „Mini-Drachen“ leben, die Dragonera-Eidechsen welche es ausschließlich auf der Insel gibt. Allein dieses Detail versprach einen aufregenden Ausflug.

 

 

 

Hafen von Sa Dragonera

Hafen von Sa Dragonera

Sa Dragonera ist unbewohnt und ein vollständiges Naturschutzgebiet. Man gelangt mit einer kleinen Fähre auf die Insel. Die Überfahrt kostet € 13,- (Stand 2017) und wird auf der Rücktour bezahlt. Das Boot startet im Hafen von Sant Elm, einen Parkplatz findet man etwa hier. Auf der Hintour vereinbart man gleich mit dem Fährmann mit welcher Fähre man zurück fahren will, denn das Boot ist klein und so sichert man sich seinen Platz.

Es gibt auf Sa Dragonera nur eine Handvoll Gebäude wie z.B. das Besucherzentrum (es klingt größer als es ist ;-), ein kleines WC, eine kleine unbewohnte Hütte und drei Leuchttürme.
Achtung, es gibt dort keinerlei Gastronomie oder Einkaufsmöglichkeit, daher ist es verdammt wichtig etwas zu essen, ausreichend zu trinken und Sonnenschutz dabei zu haben!!!
Da wir unserem Hobby Geocaching nachgehen wollten nahmen wir uns den Multicache GC5R72G „Dragonera – Far de Llebeig“ vor, dieser für zum südlichen Leuchtturm und zeigt einem ne Menge der Insel. Aber auch die anderen Caches dort sind recht gut zu erreichen, es gibt ein gutes Wegenetz.

Auf der Insel angekommen vereinbarten wir mit dem Fährmann unsere Überfahrt zu 16:45 mit der letzten Fähre, wir wollten schließlich ordentlich wandern. Damit unser Zeitplan passt nahmen wir von der Restzeit die Hälfte, abzgl extra 30 Minuten Puffer und stellen uns die Wecker. Egal ob Cache gefunden oder nicht, hier wird umgedreht und zurück gegangen damit wir pünktlich an der Fähre sind.

Drache erkundet meinen Schuh

Auf geht’s! Wir folgten den im Multicache hinterlegten Wegpunkten und wanderten bergauf in der sengenden Hitze dem Leuchtturm entgegen. Der Weg wurde mit etwa 8 km (inkl Rückweg) angegeben, passt für uns. Es wuselte und raschelte unentwegt auf und neben den Wegen: die Eidechsen. Anfangs hatten wir Angst auf einen der kleinen putzigen Kerle zu treten, aber die sind so schnell, da passiert nix. Es sei denn man bleibt stehen. Dann dauert es nur Augenblicke bis die „Drachen“ einem auf die Schuhe klettern um zu erkunden was hier eigentlich los ist. Da wir für die Aufgaben des Caches immer wieder mal an den Infotafeln stehen blieben wurden wir recht oft belagert 😉
Da die Tour zum Leuchtturm Es Llebeig eine der weitesten ist und eher selten gegangen wird wurde es schon nach kurzer Zeit sehr ruhig um uns herum. Nur das Rascheln, Grillenzirpen und hin und wieder ein paar Möwen. Herrlich!

Leuchtturm Es Llebeig

Wir erreichten den Leuchtturm noch weit vor unserer Halbzeit und legten ein kleines Picknick ein. Die Mini-Drachen waren sofort zur Stelle und prügelten sich um den ein oder anderen Brotkrumen der herab fiel.

 

 

 

 

Turm mit Kanone

Gestärkt traten wir den Rückweg an und besuchten noch noch den Traditional Cache GC3M8XE „Canon“ der einen zu eihem Turm an der Steilküste führte auf dem eine Kanone steht. Man kann diesen Turm sogar besteigen, es war fantastisch dort.
Die Dose vom Multicache fanden wir nicht obwohl wir laut Spoilerbildern sicher an der richtigen Stelle waren. Aber da unser Wecker plötzlich piepte stand fest dass wir abbrechen und weiter zurück gehen.

Gegen 16 Uhr kamen wir im Hafen an und da wir noch 45 Minuten Zeit hatten suchten wir auch noch den schnellen Traditional Cache GC5391Q „Sargantana de Dragonera“.

Um 16:10 saßen wir dann also am Hafen (was übrigens lediglich eine Steinmauer ist), sonnten uns und verputzten unsere mitgebrachten Orangen. Gegen 16:30 merket meine Frau an dass es irgendwie seltsam sei dass wir hier alleine sitzen, da wollten doch noch einige von unserer Herfahrt ebenfalls mit der letzten Fähre fahren. Komisch. Und die Fähre war auch noch nicht da. Na, wird schon noch kommen.
Um 16:40 saßen wir immer noch allein da und keine Fähre weit und breit. Blicke auf Handys und Armbanduhr: alles in Ordnung, wir sind pünktlich.
16:45 keine Fähre, kein Mensch. Was ist hier los? Panik schlich den Nacken hoch. Hatten wir eine Telefonnummer? Stand was auf den Tickets? Nein. Aber man hat auf Sa Dragonera noch mobiles Internet und Facebook verriet mir die Rufnummer +34 629 60 66 14 der Fähre.
Also angerufen und mit aufgeregt holprigem englisch versucht heraus zu finden wo denn die Fähre bleibt. Der freundliche Spanier am anderen Ende sprach auch nicht so gut englisch, dafür aber echt gut deutsch. Und in diesem echt guten Deutsch machte er uns klar: “ SIE SIND ZU SPÄT!“
Was? Nein, kann nicht sein. Handys und Uhr zeigten uns korrekt an dass es jetzt genau 16:45 sei und auf den Tickets hatte uns der Fährmann ebenfalls 16:45 aufgeschrieben.
Aber der freundliche Spanier blieb dabei: „SIE SIND ZU SPÄT! Nächste Fähre morgen früh!“ Ich wurde innerlich grantelig, denn es kann ja nicht sein. Innerlich bereitete ich mich ebenfalls auf das Abenteuer vor die Nacht allein mit meiner Frau (und Millionen von Eidechsen) am Lagerfeuer sitzend auf der Insel zu verbringen. Ein Blick auf unsere sommerliche Kleidung (nachts hat es Anfang Mai immer noch 7 Grad auf Mallorca), der Blick in die panischen Augen meiner Frau und der Gedanke was wohl passieren möge wenn man auf einer geschützten Insel ein Lagerfeuer entzündet sagte mir dass eine andere Lösung her muss.

unwissend haben wir die letzte Fähre sogar noch fotografiert

Schwimmen fällt flach, also den Spanier um Rat gefragt. Der meinte er könne seinen Sohn in Andratx mal fragen ob der sich ein Boot leihen könne um uns zu retten. Das wird dann allerdings nicht billig. Er nannte uns die Summe von € 150,- die uns etwas schlucken ließ, schlussendlich aber akzeptabel war. Ich bat darum dass er mich zurück rufen möge wenn sein Sohn unterwegs sei. Der Handyakku hatte noch 13%, Leben am Limit 😉
Kurz darauf rief er zurück uns teilte uns mit wir hätten Glück, sein Sohn sei jetzt unterwegs, es dauert aber noch etwa eine Stunde bis er da sei, von Andratx aus ist es eben weit weg.

Und so war es dann auch. Etwa eine Stunde später tauchte ein Schlauchboot auf. EIN SCHLAUCHBOOT!!! Oh Gott, mit dem Schlauchboot übers offene Meer… Aber egal, Hauptsache wieder zurück kommen.
Drinnen grinste uns der junge Mann an der uns auf der Herfahrt schon mahnend ans Herz legte pünktlich zu sein 😉

Während der wilden Überfahrt versuchten wir dann mit unserem Retter herauszufinden wie das angehen konnte dass wir zu spät waren. Zeitverschiebung? Gibt es nicht zu Deutschland. Andere Zeitzone auf der Insel? Nein. Sommerzeit? Ist genau so wie in Deutschland. Ein Blick auf unser Handy und seine Armbanduhr verriet dass es bei ihm eine Stunde später sei. Aber plötzlich lachte der Spanier: Handy! Da war der Fehler! Smartphones beziehen ja ihre Uhrzeit vom Netzbetreiber. Und dieser eine (dessen Name mir nicht mehr einfällt) zickt wohl mit der Sommer-/Winterzeit herum und bietet ganzjährig nur die Winterzeit an. Und was war mit meiner Uhr? Na, die holt sich die Zeit vom Smartphone. Wir lachten alle herzlich, wenn auch mit gequälten Mienen 😉

In Sant Elm angekommen galt es noch die Hürde vom Schlauchboot auf die Hafenmauer zu überwinden, schön unter der Beobachtung diverser Touris welche sich was feixten bei unserer Akrobatik. Schnell noch den Retter bezahlt und gesenkten Hauptes zum Auto…

Abschließend bleibt zu sagen:
Ja, Sa Dragonera ist fantastisch. Und ja, wir schauen sicher noch mal rüber um uns den Rest der Insel auch anzuschauen. Aber dann sind wir auch schlauer und prüfen das mit der Uhrzeit vorher. Das hätte ja auch mit dem Heimflug echt kritisch werden können. Und andere mieten sich für tausende Euros eine Yacht um über das Mittelmeer zu fahren, wir hatten das Vergnügen für schlappe 150,-. Halt! Abzüglich der eingesparten Fährkosten ja nur noch 124,-!!!! Egal, was uns bleibt ist eine Urlaubserinnerung fürs ganze Leben 😉

Buchtipp: Geocaching II

Geocaching IIDas ich auf Geocaching Mysterys stehe dürfte ja inzwischen dem ein oder anderen bekannt sein. Und da man ja hin und wieder auf dem Schlauch steht um was für eine Verschlüsselung es sich hier handelt (speziell wenn man unterwegs ist) ist so ein kleines „Helferlein“ schon ganz praktisch.

Das Buch selbst ist kein komplett neues, es gibt hier inzwischen seit 2016 die 2. Auflage. Die Autoren Steven Ponndorf und Markus Gründel haben hier ein kleines, kompaktes, aber recht hilfreiches Tool geschaffen welches meiner Meinung nach neben diversen Handy-Apps sehr wohl zur Ausrüstung bei Multis etc. gehören sollte. Denn im Vergleich zu diversen Handy-Apps hat man hier auf der Innenseite des aufklappbaren Covers diverse Code-Beispiele. Trifft man nun unterwegs auf eine „Geheimsprache“ kann man ziemlich fix visualisieren was das wohl sein könnte.

Aber auch indoor beim Rätsellösen ist dieses Buch hilfreich. Es zeigt einem die Voransgehenweise zum Lösen ganz prima und zählt unter anderem auch einige Tools auf die man als Rätselknacker haben sollte.

Witzig ist auch dass es zu dem Buch einen Geocache gibt an dem man den Umgang mit dem Buch ausprobieren kann: GC3R79N

Ebenfalls im Buch enthalten findet man Tipps und Tricks zum Umgang mit dem GPS. So war mir zum Beispiel nicht bekannt wie man bei Garmin anhand der Routenfunktion einen Kreuzungspunkt zwischen Koordinaten ermitteln kann.

Kurzum, dieses kleine Helferlein landet nun in meinem Rucksack. Denn die Identifikation von Codes ist damit einfach leichter als mit ner App.

Hier noch die Daten zum Buch:

Geocaching II
2016 erschienen im Conrad Stein Verlag
Geschrieben von Steven Ponndorf & Markus Gründel
ISBN 978-3-86686-428-3
Preis: 9,90
Amazon-Shopping-Link

Kurzer Rückblick auf #Mystery-Gate

Eigentlich hatte ich mit dem Thema für mich abgeschlossen und mir vorgenommen die Dinge, wie sie laufen, auf sich beruhen zu lassen.
Da ich aber die Tage ein paarmal kurz nacheinander noch einmal drauf gestoßen wurde habe ich mich noch einmal damit beschäftigt. Und zwar mit dem so genannten MysteryGate im Februar 2015, dem Hack der Geochecker-Datenbank und der daraus resultierenden Facebook-Liste in der über 28.000 Lösungen zu Mystery-Geocaches verteilt wurden.

Ein turbulentes Thema mit 2 geteilten Meinungen:
„Geht gar nicht“ und „reg Dich nicht auf, lass sie doch machen“

Damals sagte man mir, ich solle mich doch nicht so aufregen, so oft würde diese Datenbank doch eh nicht genutzt werden. Einen Teil meiner Caches habe ich ins Archiv geschoben (die Gründe findet ihr im Artikel), bei der Ratehaken-Runde „Das große Fragezeichen“ habe ich die Hälfte der Dosen verlegt und die Rätsel verändert.
Und: beobachtet (wie man mir geraten hat).

Es begann damit dass letzte Woche ein Log zu einem der archivierten Caches herein trudelte der über ein Jahr zurück datiert wurde. Da ich das Logbuch noch habe blätterte ich einfach mal durch. Der Cacher steht aber nicht drin. Also fragte ich neugierig einfach mal kurz nach warum er den Cache so spät loggt und wo er den denn gefunden hätte. (Der Ort ist so außergewöhnlich dass er sich zwingend ins Hirn einbrennt, auch nach einem Jahr). Als Antwort bekam ich die Koordinaten genannt welche in der Datenbank standen. Diese stimmen aber nicht, ich hatte den Geochecker auf mehrfache Nachfrage mit diesen falschen Daten eingetragen. Das Rätsel brauchte damals keinen Checker, die Lösung war eindeutig und direkt zielführend. Sollte jemand durch Zufall dem Checker ein ok entlocken stand dort

„Aha Raetselraten also Nein, hier wirst Du nicht fuendig, hier war einmal ein toller Cache von Witkiewicz, aber da kann man nicht mehr hingehen.Ich wollte mit dem Geochecker nur mal austesten wieviele Cacher versuchen durch Raten an die Position zu gelangen 😛 Glaubt mir, die Position ist durch Hirn einschalten ganz gut heraus zu bekommen.“

Und selbst das stand in der Datenbank als Info hinterlegt 😉
Also wollte sich jemand D5T1 für die Matrix holen 😉

Seit dem Datenbank-Hack habe ich ja viele Caches verlegt und nutze dafür einen selbst programmierten Geochecker.
Gestern bekam ich eine Mail mit dem Hinweis dass bei einem der Rätsel im Text des Geocheckers ein Flüchtigkeitsfehler sei. Tatsächlich, war aber nur nen Schreibfehler. Aber wenn man schon mal da ist kann man ja auch kurz nen Blick auf die Statistik werfen.
Der Checker zeichnet u.a. auch die Fehlversuche auf. Nutze ich um z.B. ggf mit einer Subkoordinate auf einen gezielten Fehler aufmerksam zu machen (Wenn z.B. immer eine Stelle falsch ist kann man nen Hint drauf geben).
Erstaunlicherweise waren bei den verlegten Caches die Versuche auf die „alten“ Koordinaten aus der Datenbank höher als die „richtigen“ „neuen“ Koordinaten.

In Zahlen: Seit der Umstellung auf den neuen Checker und die Umlegung der Caches wurden die Rätsel im Schnitt je etwa 50x korrekt gelöst (grüner Checker). Bei den falschen Koordinaten gab es stets „Häufchen“ an den gemopsten Koordinaten. Diese wurden im Schnitt etwa 70x probiert.
Schon auffällig.

Mein Fazit daraus:
Ich rege mich nicht mehr drüber auf. Mir fiel das nur ins Auge und ich erinnerte mich an all die Kommentare „Ach komm, die Datenbank wird schon nicht so oft benutzt werden“.
Doch, wurde sie. Aber nützt bei mir nur nicht mehr allzuviel.
Wie gesagt, ich habe für mich mit dem Thema abgeschlossen, dies war nur noch mal eine kurze Rückblende. Auch die Neuauflagen der Datenbanken mit 57.000 und mehr Einträgen „jucken“ mich nicht mehr.

ich lese gerade: Der Lavendel-Coup: Ein Provence-Krimi

Der Lavendel-CoupDurch mein Hobby Geocaching lernte ich bei Facebook zufällig die Autorin dieses Buches kennen. Sie erzählte mir von diesem Buch welches Geocaching Mystery-Fans ansprechen würde denn ursprünglich sollte die Geschichte ein Geocaching-Rätsel werden. Ich bin ein Mystery-Fan, ich lese ganz gern mal nen Kriminalroman, also flugs bei Amazon bestellt. Ein paar Kapitel habe ich schon durch und muss sagen: ja, die Geschichte wird spannend. Mir gefällt auch der Schreibstil. Die Gegend wird so lebhaft beschrieben dass man sich prima rein versetzen kann. Anscheinend hat die Autorin dort mehr als einen Urlaub verbracht 😉
Hier noch fix der Link zum ebook: Amazon

Aus der Kurzbeschreibung:
Ihr neuer Fall führt Molly nach Südfrankreich, in ein kleines Dorf in der Provence zwischen alten Olivenbäumen und den ewig singenden Zikaden. Dort soll sie die dunklen Machenschaften eines angesehenen Bankiers aufdecken. Doch zunächst hilft sie bei der Restaurierung einer alten Kapelle und findet dabei geheimnisvolle Zeichen in der Wand. Zusammen mit ihrem Freund Charles entschlüsselt sie die Botschaft und stößt auf ein altes Geheimnis um einen nie geklärten Bankraub. Doch dann gibt es einen Toten und die Jagd nach dem hundert Jahre alten Schatz wird zum Schlüssel für ein hochaktuelles Verbrechen.

Molly Preston löst ihre Fälle mit Intelligenz, Charme sowie den Mitteln modernster Technik und entführt den Leser ganz nebenbei zu den schönsten Plätzen Europas.

Diagnose: Borreliose

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ixodes.ricinus.searching.jpg

Bildquelle: https://goo.gl/g39eMx

Gleich eines vorab: ich werde Euch nicht mit ausschweifenden medizinischen Details langweilen, dafür gibt es genug Quellen im Netz wie z.B. Wikipedia, zecken.de oder netdoktor.

Als Geocacher oder Wanderer kommt man ja sehr oft mit den übelsten aller Krabbler, der Zecke, in Berührung. Es gab bisher nur wenige Ausflüge durch die Botanik wo wir uns am Abend nicht die ein oder andere Zecke von der Kleidung geklopft oder von der Haut gezogen haben. Es gibt zwar einige Abwehrmittelchen welche aber keinen vollständigen Rundumschutz bieten wie z.B. ANTI BRUMM von Hermes, Nobite oder dem DEET-freien Ballistol Stichfrei. DEET steht für Diethyltoluamid, einer sehr effektiven Chemie-Keule bei den Insektenschutzmitteln. Für Erwachsene ok wenn man sich danach ordentlich wäscht, für Kids eher nicht.
Aber wie schon gesagt, diese Mittel schützen nicht immer zu 100%. Stelle vergessen sich einzusprühen, Wirkzeit überschritten (was bei einer langen Wanderung durchaus möglich ist) oder ähnliches.

Ergänzend sei auch noch erwähnt dass nicht nur die Zecke allein möglicher Überträger der Lyme Borreliose ist. Es gab auch schon Fälle der Übertragung durch Mücken oder Pferdebremsen.

Warum schreibe ich das alles?

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3/14/15 Pi-Day

PiAm 14. März 2015 ist internationaler Pi-Tag.
Dazu findet man bei Wikipedia folgenden Eintrag:

Der Pi-Tag (engl. Pi Day) ist ein inoffizieller Feiertag, der zu Ehren der Kreiszahl Pi abgehalten wird.

Er findet jedes Jahr am 14. März statt und geht zurück auf die US-amerikanische Datumsschreibweise 3/14 oder die ISO-Schreibweise -3-14, denn der numerische Wert von π auf zwei Dezimalen gerundet ist 3,14.
Der Pi-Tag wird traditionell mit dem gemeinsamen Verzehren von runden Kuchen begangen (im Englischen wird der griechische Buchstabe π lautgleich wie das englische Wort pie ‚Kuchen‘ als „Pai“ ausgesprochen).

Groundspeak hat anlässlich dieses Tages mal wieder ein „Abziehbildchen“ Souvenir ausgegeben. Dazu muss man nur am Pi-Tag ein Event besuchen. Souvenir-Fans können an dem Tag sogar zwei Souvenirs abstauben: Zusätzlich zum Event muss noch ein Mysterycache geloggt werden.

Und wer Bock hat mal die ersten 50.000 Nachkommastellen auswendig zu lernen:
Bitte, hier sind sie

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Post aus Seattle und anderes

Heute früh fand ich eine Nachricht aus dem Geocaching HQ in meinem Postfach:

Hallo liebe Geocacher,

Wir können offiziell bekannt geben, dass Geocaching.com NICHT gehackt wurde und keine Daten direkt von der Webseite heruntergeladen wurden. Die Datenliste, die auf Facebook und anderen Webseiten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, wurde sowohl aus den Daten, die illegal von GeoCheck.org heruntergeladen wurden, als auch durch Crowdsourcing zusammengestellt. Wir haben die Hauptverantwortlichen für das Zusammentragen und Teilen dieser Listen identifizieren können und deren Geocaching-Benutzerkonten gesperrt.

Wir danken Euch dafür, dass Ihr auch dieses Update mit Euren Geocaching-Freunden und Bekannten teilt!

Viele Grüße,

Annika

Annika Ledbetter
Community Volunteer Support Coordinator
Geocaching HQ

Von den Hauptaktiven der Gruppe wurde meines Wissens nach aber erst einer gesperrt.

Außerdem hat sich Hen Schü bei Facebook in der Geocaching Community Deutschland zu Wort gemeldet.

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Ich habe ihn gebeten seine Stellungnahme an öffentlicher Stelle zu schreiben, nicht jeder der Betroffenen hat Facebook oder hat Zugriff auf diese Gruppe.

Für meine persönliche Meinung zu dieser „Stellungnahme“ habe ich heute früh keine Zeit, ich hänge sie aber später drunter.

Wenn Steine ins Rollen kommen

Soeben erreichten mich zwei interessante Meldungen.

Nr. 1:
Die Datenbank von geocheck.org wurde, wie vermutet, tatsächlich gehackt. Auf der Webseite steht geschrieben:

GeoCheck hacked!

Unfortunately, I have just learned, that Geocheck.org has been hacked. The entire database has been downloaded, including cache solutions and hashed passwords.

The passwords are hashed, so they are fairly secure, especially for longer or more complex passwords. However, to be sure, it is recommended for everyone to change their passwords. If you use the same password at Geocaching.com or other sites, I recommend changing them there as well. Additional security surrounding the passwords have been implemented going forward. Further, the vulnerability used to hack the site has been plugged.

A file has been released on the Internet with about 27.000 cache solutions. Of those about 50% comes from GeoCheck.org, the rest originate from somewhere else – exactly where is unknown at the moment.

To reiterate: The entire database has been downloaded, including all the cache solutions from GeoCheck.org. That means that there are still a lot of solutions downloaded that hasn’t been published publicly (yet). Though sites hosting the file containing the leaked solutions have been contacted to try to force the sites to retract them, past experience unfortunately dictates that once data is in the wild it is hard/impossible to obliterate.

Words cannot express how sorry I am for this to happen – and how astounded I am of the time and ressources unscrupulous hackers will dedicate to hacking a site supporting the simple innocent pastime that is Geocaching – without any possibility of financial gain or glory. In an age where government sites and large corporations are hacked as a matter of course, providing bulletproof and complete protection for hobby projects such as GeoCheck has proven to be very difficult.

I can only appeal to the better nature of geocachers worldwide and earnestly implore folks to not use the coordinates to cheat – but instead acknowledge the time and effort cache owners have dedicated to creating interesting and ingenious puzzles.

Once again, I am very sorry for this to happen!

Sincerely,
Samuel AKA iChicken

Da ist also die „Ansage“ aus der „Geheimen Gruppe“ dass die Checker-Datenbank nicht geknackt sei in die Hose gegangen. Ich persönlich glaube nicht daran dass ein oder mehrere Reviewer untreu geworden sind.

ganz schön dreist so etwas zu behaupten. Wie wäre es mit Fakten?

ganz schön dreist so etwas zu behaupten. Wie wäre es mit Fakten? Ach, und dieses mal verschleiere ich keinen Namen, der Post ist a) öffentlich bei Facebook zu finden und b) kein realer Name

Trotzdem ist es natürlich sehr ärgerlich dass die Datenbank auch weiterhin noch existiert und zum Download angeboten wird. Denn dort stehen ja nicht nur die geleakten Mysterycaches drin sondern eben auch von Hand eingetragene Multis, Wherigo, Earthcaches und Virtuals mit Lösungen drin. Und das ist nicht nur feige sondern auch selten dämlich. Denn mit den Final-Koordinaten eines Nachtcaches oder tollen Wherigo bringt man sich doch komplett um den Spaß und reduziert ihn stumpf auf den Gummipunkt…

Aber:

Nr. 2:
Groundspeak ist nicht untätig. Mir liegt eine Stellungnahme von Annika Ledbetter, Community Volunteer Support Coordinator aus dem Geocaching HQ vor.

Geocaching HQ untersucht zur Zeit ein Datenleck in Bezug auf einige Community-Webseiten und Geocaching.com. Wir verurteilen die öffentliche Weitergabe von Lösungen für Geocaches aufs Schärfste und engagieren uns, das Grundprinzip des Spiels zu bewahren. Ehrliche Geocacher sind hier von nicht betroffen. Deutsche Geocaches scheinen das primäre Angriffsziel für diesen möglichen Datenhack gewesen zu sein. Finalkoordinaten für Mystery-Caches, Multi-Caches und andere Geocache-Typen wurden gestohlen und auf einer öffentlichen File-Share-Webseite zum Download bereit gestellt. Ein Benutzerkonto, das mit dem Datendiebstahl in Verbindung gebracht werden konnte, wurde gesperrt. Wir arbeiten weiterhin gemeinsam mit Community-Webseiten an Wegen, die Geocache-Daten zu sichern. Bitte teilt die Info mit besorgten Geocachern! Vielen Dank für Eure Geduld!

Annika Ledbetter Community Volunteer Support Coordinator Geocaching HQ

 

Ergänzend habe ich noch etwas witziges in der GPX gefunden:
Liebe Spoilerer! Wenn ihr schon Caches für die Datenbank einreicht, dann nehmt doch wenigstens den Flag raus dass ihr bei dem Cache den FTF gemacht habt… Sonst weiß ja jeder wer hier gepetzt hat. 😉
Jemand Interesse an einem Screenshot?

Der Morgen danach – ein weiteres Update zur Mystery-Datenbank

Fragezeichen

rätselhaft…

Hui, was für ein turbulenter Tag!
Viele Meinungen, Viele Spekulationen, viele Aktionen.
Zuerst einmal danke ich allen für ihr Feedback. Ich habe alle bis auf vier Kommentare freigegeben. Dort wollte man Klarnamen und Adressen (!!!) der inzwischen von mir zurück gezogenen Namen nennen.
Sorry, Namen nennen ist eine Sache, aber gleich die Anschriften, nein.

Ich habe auch keine Probleme damit kritische Kommentare freizugeben, wenn sie denn sachlich bleiben. Und traut Euch ruhig mit echter Mailadresse zu posten, sie wird nicht angezeigt. Aber so kann ich ggf mal nachfragen.

Nun aber zu einigen Beobachtungen von gestern.

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Bye-bye Rätselcaches – die Zerstörung durch punktgeile Facebook-User

Bye bye Ratehaken

Bye bye Ratehaken

Ich habe bisher immer sehr gern Mysterycaches erstellt und Behälter zum Thema des Rätsels passend gebaut und versteckt. Und bisher hatten auch nahezu alle Finder Spaß an den Rätseln und hatten später vor Ort auch immer wieder den ‚Aha-Effekt‘ weil man die Dose meist sofort dem dazu gehörigen Rätsel zuordnen konnte.
Ich habe mir stets die Mühe gemacht die Rätsel nicht so grottenschwer, dafür aber mit viel Witz und Humor zu gestalten. Über 1600 Favoritenpunkte an meinen Caches zeigen mir dass meine Frau und ich den „Spaßfaktor“ bei unseren Caches genau richtig gesetzt haben. Da macht es auch nix wenn „mal“ was kaputt geht und ersetzt werden muss.
Aber was jetzt passiert ist können wir einfach nicht mehr fassen und hat uns zu einem radikalen Schritt bewegt.

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