Süßer die Glocken nie… ACH, HÖR DOCH AUF MIT DEM GEBIMMEL!

So, es ist Weihnachten, ich sitz hier vor dem PC weil ich aus der Stube rausgejagt wurde („Finger weg vom Tannenbaum!“), möchte ein paar Grüße an Freunde, Verwandte, Kollegen und Bekannte loswerden und lasse mal mein Jahr 2010 Revue passieren. Es gab allerhand Spannendes und Unspektakuläres, Erfreuliches und Ärgerliches.

index-world-of-warcraft-logoEinige von Euch wissen ja dass ich seit Mitte 2006 WOW, also World of Warcraft spiele. Dabei rottet man sich mit anderen Spielern zu einer Gilde zusammen um mehr gemeinsamen Spaß zu haben und in Schlachtzügen erfolgreich zu sein. Ich war in nur wenigen Gilden unterwegs weil ich nicht so sehr sprunghaft bin wie manch anderer. Mir kommt es eher auf die Qualität und und den Menschen hinter den Spielcharakteren an. Ich bin, weil ich nur ein Gelegenheitsspieler bin, mehr an dem Miteinander interessiert. Angefangen von der „Banana Crew“ die es leider nicht mehr gibt, über die Gilde „Headbangers Inc.“ aus der nach kurzer Zeit wegen Streitigkeiten „Lux Aeterna“ wurde und ich auch recht flott wieder gegangen bin (eben wegen der Streitigkeiten). Irgendwann haben sich dann 8 verrückte Menschen mal ausserhalb des Spiels getroffen und die Gilde „Nordisch by Nature“ gegründet in die ich all mein Herzblut gesteckt habe. Wir wollten anders sein, wir waren anders. Es gab nur wenige Regeln, wer zu uns wollte musste entweder aus dem Norden stammen oder zumindest wissen wo der Kompass hinzeigt. Das sprach sich sehr schnell rum und die Gilde wuchs. Mit ihr auch die Ansprüche, die Organisation und die Verantwortung. Leider auch die Streitigkeiten. Immer mehr sollte es darum gehen wer überhaupt bei den Raids dabei sein darf, um Ausrüstungsgegenstände, um Pünktlichkeiten, um die Ignoranz von Regeln und vielem mehr. So wollten wir nie werden, das hatten wir uns damals am 15. Februar 2008 in Erbstorf geschworen…
logoImmer mehr eckte ich an irgendwelchen ignoranten Ansichten anderer Spieler an so dass ich dann in diesem Jahr, am 12. April schweren Herzens und auch mit ein oder zwei Tränen im Auge die Gilde aufgab und mich einer neuen Gemeinschaft anschloss: die Gilde „Seraphim„. Hier wurde ich genauso herzlich empfangen wie es bei „Nordisch by Nature“ einmal war. Diesen Spielern habe ich zu verdanken dass ich wieder Lust am Daddeln habe (auch wenn es der Job nicht immer so zulässt). Diesen Menschen ist es egal wenn die Ausrüstung mal nicht so stimmig ist oder man nicht immer Zeit hat. Diese Menschen haben Verständnis dafür wenn plötzlich aus heiterem Himmel das Leben vor dem PC viel wichtiger ist und man alles stehen und liegen lassen muss. Es ist eben nur ein Spiel…

Dafür möchte ich Euch „Seraphims“ echt danken. Ihr seid quasi meine „virtuelle Zweitfamilie“.

die "Neue" bei metronomAuch im Job war viel Bewegung im Spiel. Angefangen bei der fristlosen Kündigung unserer beiden Geschäftsführer, über den Verkauf der Muttergesellschaft Arriva bis hin zu zahlreichen Pannen, Störungen und Verspätungen  unterwegs. Aber das macht den Job abwechslungsreich, spannend und aufregend. Ich persönlich fand es blöd dass die beiden Geschäftsführer gegangen wurden, freute mich aber dennoch sehr über die kürzliche Einladung zu einem Abschiedskaffee ausserhalb der Firma. Viele Kollegen sind der Einladung gefolgt und haben sich gefreut noch einmal ein paar Worte wechseln zu dürfen. Ich z.B. musste neulich auf dem Weg nach Bremen wegen Dr. Hein sehr schmunzeln. Während der Prüfungsfahrt bei ihm stellte er mir die Frage „Stellen Sie sich mal vor sie fahren im Winter an einem Vorsignal mit zugeschneitem Geschwindigkeitsvoranzeiger vorbei. Von welcher Geschwindigkeit müssen sie ausgehen?“ Und ich dachte mir: „Ja klar, so viel Schnee wird es nie im Leben geben dass man ein hell erleuchtetes Lichtsignal nicht erkennen kann“ gab aber die richtige Antwort. Und dann, vorletzte Woche sah ich es dann in der Praxis… Es hatte so heftig geweht dass die Lampen vollständig bedeckt waren und zwar so dick dass mann die Lämpchen nicht mehr sah.gut_sichtbar[1]

Lustig waren dann auch solche Dinger wie z.B.:
Ein Vorsignal im Meckelfeld zeigt ein falsches Signalbild (Halt erwarten). Der Fahrdienstleiter funkt mich an und weist mich darauf hin dass das Hauptsignal dann aber korrekt sei (Fahrtbegriff). Bei der dann folgenden Frage kratzte ich mir allerdings am Kopf und grübelte was der Fahrdienstleiter wohl mal gelernt hat: „Du, wie schnell darfst Du da jetzt eigentlich dran vorbei fahren?“
In Cuxhaven werde ich von einem Fahrgast gefragt: „In welche Richtung fährt der Zug denn nach Hamburg?“ Eigentlich keine ungewöhnliche Frage, aber da in Cuxhaven ein Kopfbahnhof ist und mein Zug direkt vor einem Prellbock steht macht auch diese Frage nachdenklich…

Mit diesen beiden Anekdoten möchte ich all meine Kollegen bei metronom grüßen. Ganz besonders die, die heute arbeiten müssen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, im nächsten Jahr bin ich dran ;o)

Mit meinem Junior habe ich in diesem Jahr auch viel erlebt. Angefangen bei der beginnenden Pubertät („Nee, es gibt ab jetzt keine Küsschen mehr, die heb ich mir alle für Sophia auf“) über viele Streitereien (wegen der Pubertät und meiner Ex-Frau) bis hin zu den schönen Dingen wie z.B. der wunderschöne Urlaub in Österreich zusammen mit der Familie Reitbauer oder unserem neuen Hobby Geocaching.
Die Pubertät schlägt immer mehr zu und ich befürchte dass es ab heute abend, wenn der Weihnachtsmann nen neuen PC unter den Baum schiebt, schlimmer wird. Die ersten Fragen nach ICQ & co. tauchten schon auf. Glücklicherweise kann man dank Software ein Zeitlimit und einen „böse-Seiten-Filter“ setzen. Chatten und Social Networking rücken immer mehr in sein Interesse.

100px-Wappen_at_unkenUnseren Jahresurlaub haben wir in Unken in Österreich verbracht. Auf einem Bauernhof der Familie Willberger wo ich als Kind schon einige Male war. Dort trafen wir auf Hans, Tamara und die drei Mädels der Familie Reitbauer. Hans und Tamara habe ich durch WOW kennengelernt. Wir waren uns von Anfang an recht sympathisch und haben ein paar tolle gemeinsame Tage verbracht. Wir denken oft an diese schöne Zeit und hoffen uns bald wieder zu sehen.
Unsere Weihnachtsgrüße gehen an dieser Stelle an Familie Reitbauer und Familie Willberger.

Geocaching_smallMit meinem neuen Handy HTC Desire rückte ein neues Hobby in unser Leben: Geocaching. Über das Dosenfischen habe ich hier ja schon berichtet. Inzwischen haben wir sogar selbst schon zwei Caches versteckt und auch Patrick kennen gelernt. Patrick kommt hier ebenfalls aus der Gegend und hat uns angeschnackt ob wir nicht mal gemeinsam losziehen wollen um ein paar Dosen zu angeln. Wir haben uns einige Tipps und Tricks bei ihm abgeschaut.
Liebe Grüße darum auch an Patrick, der z.Zt. in der Schweiz ist und dort sicher genausoviel Schnee hat wie wir hier ;o)

Den Kloppertag des Jahres durfte ich dann jetzt kurz vor Weihnachten erleben.
Es war Freitag, der 17. Dezember. ich war unterwegs zum Weihnachtskonzert meines Juniors als ich mich über die Schleifgeräusche am Auto wunderte. Erst dachte ich an das Eis im Radkasten fand aber 5 km später heraus dass es dann doch ein Platten war, eine Schraube lächelte mich aus dem Reifen heraus an. Dank des vielen Schnee konnte man das aber echt nicht früher bemerken. Nach dem Reifenwechsel fuhr ich am Montag morgen zum Reifenhändler meines Vertrauens um den Reifen flicken zu lassen. Nachdem dieser dann den Reifen von der Felge abzog rieselte uns wie Schnee ein großer Berg Gummipulver entgegen: der Reifen war hin. Ein neuer Reifen musste her. Der aber hat im Vergleich zu den 2 Jahre alten Winterreifen am Wagen so viel mehr Profil dass man beide Reifen auf der Achse wechseln muss. Es entstand folgendes Gespräch: RS=Reifenschrauberheini, U.= ich
RS: „Ohauerha, es ist aber Winter.“
U.: „Naja, ich hab damit gerechnet dass es dann länger dauert nen Reifen zu bestellen.“
RS: „Nee, den können wir heut nachmittag hier haben.“
U.: „Ja und? Dann her damit!“
RS: „Naja, die Preise sind derzeit schneehöhenabhängig und es hat heut Nacht geschneit.“
U.: „Und was kostet das nun?“
RS: “ € 89,-“
U.: „Ja dann her mit den beiden und aufgezerrt.“ (Ich hab im Herbst für den kompletten Satz € 200,- inkl. Montage gezahlt)
RS: „Naja, das sind dann € 89,- pro Reifen zzgl. € 22,- für die Montage…“
U.: „*schluck*“

Dann nachmittags, nach dem Reifenwechsel musste ich noch einen Tannenbaum kaufen gehen. Dieses Jahr wurde ich sehr schnell fündig obwohl es nur noch wenige Tage vor Weihnachten war. Beim Preis klingelte es. Nicht das Weihnachtsglöckchen sondern die Dollarzeichen in den Augen des Verkäufers. Der Preis: „€ 17,- je angefangener Meter“. Mein Baum: 2,05m, also € 51,-. Als ich dann kopfschüttelnd von dannen ziehen wollte räumte der Verkäufer ein er könne ja unten die 5 cm noch abschneiden, dann würde ich den Baum für € 34,- zzgl. € 5,- für das Abschneiden bekommen. Ein weiteres mal drehte ich mich um und ging. Mitgenommen habe ich schlussendlich den Baum mit 2,05m und für € 34,-.

Sauerlaendischer-AdventskranzZuhause angekommen musste ich schmerzlich feststellen dass der Tannenbaumständer angebrochen war. Also nochmals nach Bad Bevensen zum Baumarkt. An der Eingangstür stand ganz groß dran: „Alle Weihnachsartikel 50 % reduziert“. Yippieh! Doch noch ein Highlight! Dann die zweite Zeile des Schildes: „Ausgenommen Christbaumständer“. Muss ich noch was sagen? Und ich hatte beim Bezahlen das Gefühl dass die 50% der anderen Artikel bei den Christbaumständern draufgeschlagen worden…

Zu guter Letzt möchte ich all meine Freunde grüßen und Euch eine frohe Weihnacht wünschen. Ganz besonders liebe Grüße gehen dabei an (Reihenfolge ohne Wertung unsortiert):

Imme, Danny, Sven, Matze, Sandra, Ralf, Silke, Marc, Tanja, Björn, Ivo, Hans, Tamara, Simone, Markus, Peter, Ralf, Andreas, Patrice, Nico,Bianca, Nicole, Claudia, Dirk, Michaela, Christian, Doreen, Dorina, Matthias, Heiko, Helge, Karsten, Kristel, Lars, Michael, Oli, Patrick, Stefan, Thomas, Ziggy & Thorsten

Und sollte ich noch wen vergessen haben so fühlt Euch bitte nicht auf den Schlips getreten, auch Euch grüße ich. Ich verliere nur langsam den Überblick über meine Friendlists ^^

Und dann noch ein paar nette Bilder die ich unterwegs und zu Haus so geknipst habe.

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