Obertongesang – faszinierend was der Mensch für Töne produzieren kann

Eher durch einen Zufall stieß ich auf Obertongesänge; bei Rude Tube sah ich vor kurzem ein Video über ein sibirisches Duo die scheinbar unnatürliche Klänge mit ihren Kehlen erzeugen konnten.

Beim Obertongesang (auch Throatsinging, Kehlgesang oder Kehlkopfgesang genannt) handelt es sich laut Wikipedia um eine Gesangstechnik die aus dem Klangspektrum der Stimme einzelne Obertöne so herausfiltert, dass sie als getrennte Töne wahrgenommen werden und der Höreindruck einer Mehrstimmigkeit entsteht.

Ich habe mich ein wenig damit beschäftigt und möchte Euch ein paar interessante Videos bzw. Künstler vorstellen.

Als erstes das Video welches bei Rude Tube vorgestellt wurde.

Danach entdeckte ich einen mongolischen Mann der die einzelnen Variationen zeigt:

Ursprünglich war diese Gesangstechnik ausschließlich Männern vorbehalten. Erst vor einigen Jahren brach Shonchulai Choodu das Tabu der Tuva und zeigte sich der Öffentlichkeit und gestand dass sie schon seit der frühesten Kindheit Throatsinging übt. Der Vorsinger des Stammes zeigte sich sehr beeindruckt und betonte er sei stolz darauf dass eine Frau seines Stammes diese Technik beherrscht. Seitdem begeistert sie die Massen mit ihrem Können.

http://www.youtube.com/watch?v=xw9hizi5heM
(Das Einbetten dieses Videos auf anderen Seiten hat der Urheber untersagt)

Apropos Kindheit:  in Kyzyl, Tuva wird die Tradition schon den Allerkleinsten beigebracht. Klingt vielleicht ein wenig wie ein Gruß aus den Tiefen der Hölle, ist aber eben ein traditioneller Gesang von einem 5-jährigen. recht beeindruckend.

Alien Voices2006 haben sich in Melle in Deutschland Künstler zu einem sehr interessanten Projekt zusammengeschlossen: AlienVoices. In ihrer Musik verschmelzen archaische Kehlgesänge, Obertongesang und elektronische Beats zu einem Hörgenuss der besonderen Art (Zitat der myspace-Seite). Zu empfehlen ist das Stück „Grond“.

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