Das Bierdiplom

macht sich gut in den Bewerbungsunterlagen

Juchuuu! Ich hab ein Bierdiplom! Jetzt kann ich die Weltherrschaft in Angriff nehmen…
Spaß beiseite, ich hab mir mal einen schönen Nachmittag gegönnt und in Lüneburg in der Gasthausbrauerei Nolte einen der dauernd ausgebuchten Termine für ein Bierbrauseminar ergattert.

 

 

So ein Seminar kostet pro Nase 99,- (Stand 02/17) und geht einen ganzen Nachmittag. Im Preis inkl. sind Getränke, Kaffe & Kuchen und ein echt leckeres Abendessen.

 

Die Brau-Eule

Um 12 Uhr erwarteten uns der Bierexperte Carsten Nolte und seine bezaubernde Assistentin Mandy (die stets ein Auge auf sich leerende Gläser hatte so dass niemand dursten musste). Das Seminar war mit 13 Personen besucht und die Personenzahl ist eigentlich perfekt. Jeder kann alles sehen und jeder kann mal mit anfassen beim Brauen. Zu Anfnag bekamen wir „unsere“ Anlage, die Brau-Eule vorgestellt. Und gleich darauf ging es auch schon los mit Malz wiegen und schroten.

 

Bio-Malz

Nolte gibt es nun seit 111 Jahren und im Laufe der Jahre hat man immer mehr auf regionale Waren und/oder Bio-Qualität gesetzt (Was sich geschmacklich und qualitativ im Bier und im Essen wiederspiegelt). Und so kommt auch nur Bio-Malz hoher Güte ins Bier. Malz ist übrigens ne ziemlich leckere Knabberei 😉

 

 

 

Die Maische wird angesetzt

Dann ging es ans Maischen. Carsten erklärte uns alles echt gut und wir füllten brav unsere Sudberichte aus. Im Grunde genommen kann man alles was wir heute gemacht haben auch zu Hause in der Küche bewerkstelligen, man muss nur viel mehr auf Temperatur & co gucken. Da ist so ne Brau-Eule schon hilfreich…

 

 

 

Bierkuchen

Wir erfuhren allerhand interessantes aus der Welt der Biergeschichte, witzige Geschichten aus dem Brauhaus, prüften unser Wissen in einem Quiz und futterten leckeren Bierkuchen.

Nach dem Kuchen beschäftigen wir uns mit Hopfen. Natürlich musste ich auch das mal probieren, bereute es aber Sekunden später wieder 😉 Meine Fresse ist das bitter! Und ich hab nur vom lieblichen „Perle“ gekostet! Neben Perle kam übrigens in unsere Kreation auch noch Hercules mit rein.

 

Nach dem Maischen prüften wir die Qualität: alles tiptop!

die Blindverkostung

Während des Abläuterns und des Würzekochen erzählten uns Carsten und Mandy noch allerlei über Biersorten und verrieten uns Tresengeflüster. Zum Showdown kam es dann bei der Blindverkostung. Ich muss gestehen dass ich zwischen Billigbier vom Discounter und Markenbier nicht unterscheiden konnte. Lediglich das Alkoholfreie, das amerikanische Bier und das Hausbier konnte ich klar erkennen. Faszinierend!

Während die Würze nun dem Ende entgegen kochte gab es dann ein extrem leckeres Biermenü. Von Biersuppe über Tafelspitz in Biersauce bis hin zum Bier-Eis (!!!!) haben wir uns die Plauzen voll gehauen.

Stammwürze ermitteln

Um 18:06 Uhr war unser Sud dann fertig! Kurz probiert: Jau, das mundet! Dann die Stammwürze ermittelt: Huch! Heftige 18%! Dann noch auf die gewünschten 16% eingestellt. Alle weiteren Schritte dauern nun ein paar Tage in denen Carsten sich um unser „Baby“ kümmern wird wie Kühlung, Hefebeigabe, Gärung, Abfüllung etc. Wir bekommen Nachricht wann wir dann unser eigenes Bier abholen dürfen.

Zu guter Letzt bekamen wir dann unser wohlverdientes Bierdiplom. Carsten meint wir sollen es ruhig allen Bewerbungsunterlagen beilegen, damit könnten wir ALLES erreichen 😉

Mit vollgefressenem Bauch und ner Menge sehr leckerem Bier intus hab ich mich dann abholen lassen.

Es war ein sehr gelungener und unterhaltsamer Nachmittag der uns allen gezeigt hat worauf man beim Bier achten muss. Sowohl beim Brauen als auch beim Genuss. Es hat uns gezeigt dass die „großen Marken“ trotz Reinheitsgebot nicht unbedingt das Beste sind, in den regionalen „Mikrobrauereien“ wird deutlich besser gearbeitet. Und nicht alles was glänzt ist auch Gold sondern vielleicht nur ein hübsches Etikett (ich hänge unten dran noch mal eine Tabelle mit der Übersicht von „Fuselalkohol“, der ist für das Kopfweh am nächsten Tag verantwortlich).

Fazit:

Wer nen wirklich lustigen und spannenden Nachmittag mit Bier verbringen will lässt sich ein Bierbrauseminar bei Nolte schenken oder schenkt es sich selbst. Es lohnt sich.

Und:
Leute, unterstützt eure regionalen Bierbrauer und konsumiert deren Biere. Das tut denen gut und ihr habt unter Garantie eine deutlich bessere Qualität als bei den Markenbieren.

Hier noch ein paar Buchtipps:

 

 

 

 

Und hier noch wie versprochen die Tabelle mit den Fuselalkoholanteilen. Erschreckend ist dass Oettinger es nicht einmal schafft diese aus dem Alkoholfreien Bier raus zu bekommen!!!!

 

 

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