Wherigo-Caches auf Android spielen – Wie geht das?

Wherigo-LogoDa ich gerade angefangen habe mich mit der Programmierung von Wherigo-Caches zu beschäftigen tauchte neulich beim Twittern das Problem auf dass es bei jemandem Schwierigkeiten gab solch einen Wherigo-Cache überhaupt zum Laufen zu bekommen. Da ich mich wegen der Programmierung auch mit den Abspielprogrammen beschäftige versprach ich eine kurze Beschreibung zu verfassen. Heute fange ich erst einmal mit Wherigo auf Android Handys an. Demnächst dann aber auch noch auf einem Garmin GPS. Auf Apple wird es mir vermutlich nicht möglich sein das zu zeigen, ich habe kein Iphone und es wird mir auch keins ins Haus kommen. Sobald ich aber dazu ein Tutorial finde verlinke ich es hier.

Was ist denn jetzt aber ein „Wherigo-Cache“?
Dazu zitiere ich mal die Einleitung aus dem Wherigo-Handbuch:

„Diese Frage ist gar nicht so ganz einfach zu beantworten. Vielleicht kann man das zunächst mal so sagen: Es ist, als ob man ein Adventure-Game oder ein Rollenspiel aus C64-Zeiten so spielt, dass die räumliche Bewegung real ist, während der Rest virtuell bleibt.

In aller Regel wird man von einem Ort (Bei einem Wherigo Zone genannt) zum nächsten geführt und muss dabei Aufgaben lösen. Am Ende wird man so bis zum Final vorstoßen, was in der Regel auch durch eine Dose verkörpert wird. Einfache Wherigos sind manchmal mit einem Multi-Cache vergleichbar. Dabei läuft man von Zone zu Zone, bekommt aber die nächste erst gezeigt, wenn man die vorherige Zone erreicht hat. Daneben kann man mit virtuellen Personen (Characters) Kontakt aufnehmen, Gegenstände (Items) auflesen und auch anwenden. Man kann Fragen beantworten oder zeitkritsche Handlungen vornehmen müssen, bevor man das Ziel erreicht. Diese kurze Ausführung wird aber den vielen Möglichkeiten eines Wherigos bei weitem nicht gerecht.“

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Was schenkt man einem Geocacher (zu Weihnachten)?

Ok, die Frage passt eigentlich zu jeder Jahreszeit, aber da wir auf Weihnachten zu gehen (Huch! Ist das schon wieder???) nutze ich das mal um ein paar Geschenkvorschläge in allen Preisklassen aufzuzeigen.

Uniball Power TankWas eigentlich jeder Cacher gebrauchen kann ist ein Stift. Aber nicht irgendeinen, es gibt da nen ganz tollen der auf nahezu allem und in allen möglichen Positionen schreibt. uni-ball Power Tank von Faber Castell. Der schreibt sogar auf nassem, weichen Papier. Wer selber cacht weiß wie oft das vor kommt dass die Logbücher in solch einem Zustand zu finden sind.
Die Stifte kosten um die € 3,-. Zu finden z.B. hier oder im Mehrfarbpack hier.

 

TBImmer wieder finden und bewegen Geocacher Trackables. Das sind kleine Reise-Objekte die man von Cache zu Cache um die Welt schicken kann. Wir haben auch ein paar Objekte durch Cacherhand bewegen lassen, unser bisher weitester hat eine Distanz von über 10.000 Kilometern überwunden. Die Dinger kosten zwischen 5-7 Euro. Ich beziehe meine im Cache-Kontor in Hamburg, man bekommt sie aber auch bei Amazon.

 

eneloopWas auch nahezu jeder Cacher benötigt sind Akkus. Klar kann man da jeden x-beliebigen Akku aus dem Discounter nehmen, jedoch habe ich, und viele andere Cacher auch, die besten Erfahrungen mit den eneloop-Akkus von Sanyo gemacht. Die Akkus haben keine Selbstentladung was sehr praktisch ist, denn normal lässt man die geladenen Akkus oft für längere Zeit in der Tasche liegen und die normalen Akkus haben die Angewohnheit sich selbst zu entladen. Und dann steht man da mitten im Wald, muss die Akkus wechseln und nix geht mehr… Als Nichtcacher: kauft dem zu Beschenkenden Akkus in der Größe AA. Ein Viererpack kostet zwischen 12-15 Euro. Kann man z.B. hier bestellen.

 

Bücher sind meiner Meinung nach auch etwas Tolles. Zu meinem Hobby gibt es allerhand Literatur. Vom Ratgeber über Belletristik bis hin zum Krimi. Bei den Ratgebern sei der Autor Markus Gründel immer wieder erwähnt. Von ihm sind z.B. die Bücher „Geocaching I: Alles rund um die moderne Schatzsuche“ und „Geocaching II von Mysterys, Rätseln und Lösungen“.
„Neues aus Geocaching: Geschichten von draußen“ von Bernhard Hoecker und Tobias Zimmermann ist eine ziemlich lustige Sammlung von Kurzgeschichten aus dem Cacheralltag. Aber auch der Bildband „Hoëckers Entdeckungen: Ein merkwürdiges Bilderbuch längst vergessener Orte“ ist ein tolles Geschenk wenn „ihr Geocacher“ gern in alten Gemäuern umher streunert.
Frank Trepte hat ebenfalls zwei Bücher über das Geocaching geschrieben. „Oh nee Papa, nicht schon wieder Geocachen“ und „Geocaching: Die Welt in der Dose“. Und zu guter Letzt sei der Thriller „Fünf“ von Ursula Poznanski erwähnt.

ledlenserWenn „ihr Cacher“ mal das Wort „Nachtcache“ benutzt hat und es toll fand wäre vielleicht eine gute und robuste Taschenlampe etwas für ihn. Jedoch muss man fairerweise sagen dass der Taschenlampenmarkt echt groß und unübersichtlich ist. Wer sich mal einen (Un-)Überblick verschaffen will dem sei der Spezialist Taschenlampen-Papst aus Lüneburg empfohlen. Dort verläuft man sich als Laie aber ziemlich schnell denn der hat für jeden noch so erdenklichen Fall eine spezielle Lampe. Für Einsteiger empfehle ich erst einmal zwei Marken: LED LENSER und Fenix. Ich habe Lampen von beiden Herstellern und bin sehr zufrieden damit. von LED LENSER empfehle ich entweder die kleine P 7.2 oder, wer es etwas größer mag die P 14.2 mit Fokussiermöglichkeit. Von Fenix finde ich die LD20 sehr genial.
Auch zu empfehlen ist eine so genannte UV-Lampe. Manchmal sind Hinweise bei einem Cache in unsichtbarer Tinte geschrieben. Diese kann man nur mit einer UV-Lampe sichtbar machen. Das geht meist schon mit einer kleinen Funzel für ca € 9,-, ich würde aber immer wieder die UltraFire WF-501B UV empfehlen. Eine sehr robuste Lampe aus Aluminium mit einer Leistung von satten 3 Watt. Hier sei aber unbedingt erwähnt: 1. Bei dem Amazon-Link unbedingt darauf achten woher geliefert wird. Sie kommt oft auf China und dann dauert die Lieferung mal eben 4 Wochen. 2. Diese Lampe wird mit einem Akku 18650 oder 2 Akkus CR123A betrieben. So etwas hat nicht jeder im Haus, da braucht man spezielle Akkus und Ladegeräte für. Dennoch möchte ich auf meine UltraFire nicht mehr verzichten, das Teil ist hammermäßig gut!

MaxpeditionTaschen. Auch wichtig für Geocacher um seinen ganzen Krams von A nach B zu transportieren. Denn Akkus, Taschenlampe, Spiegel, Notizbuch, Trinkflasche, Stifte usw. wollen irgendwo verstaut werden. Bei den Taschen geht die Meinung über Aussehen und Nutzen sehr weit auseinander, ebenso natürlich auch die Preisklasse. Drum erwähne ich hier nur mal zwei Taschen die ich in natura schon gesehen und für gut befunden habe. Zum einen wäre das die KangaTek GO. Sehr praktische für „das kleine Besteck“. Also für Kleinkrams, Handy, Geldbörse, Akkus etc. Aber: für Cacher mit „Schnitzelfriedhof“ ein wenig knapp bemessen. Und dann wäre da das Topmodell Maxpedition Versipack FatBoy für knapp € 100,-. Eine Tasche welche von einem Militärausrüster produziert wird und unglaubliche Möglichkeiten bietet. Ich habe sogar schon Leute mit zweien davon überkreuzt laufen gesehen…

Garmin Oregon 600Kommen wir nun zu DEM Geschenk über dass sich vermutlich jeder Cacher freuen wird: ein neues GPS-Gerät. Ok, das fällt jetzt nicht mehr in die Kategorie „taschengeldfreundlich“, aber Qualität hat nun mal ihren Preis. Ich persönlich bin Fan von Garmin, es sei aber noch gesagt dass es selbstverständlich auch Geräte anderer Hersteller wie z.B. Falk und Magellan gibt. Ich beschränke mich jetzt aber mal auf Garmin. Da ist z.B. das Oregon 600 welches aktuell das neueste ist. (Ja, es gibt auch noch ein 650, aber der Unterschied ist lediglich eine Kamera und mitgelieferte Akkus). Wer es preislich etwas kleiner möchte findet in der eTrex-Reihe z.B. das eTrex 20 und das eTrex 30. Beide Geräte haben Farb-Displays mit Joystick-Eingabe und sind, bis auf dem elektronischen Kompass identisch. Diesen findet man nur im eTrex 30. Übrigens ist einer der großen Vorteile von Garmin-Geräten die Möglichkeit das kostenlose Kartenmaterial von OpenStreetMap zu installieren. Diese Karten werden wöchentlich aktualisiert und sind eigentlich ziemlich gut.

Das alles sind jetzt nur ein paar Geschenktipps. Ein Geocacher kann aber im Grunde genommen allerhand Krams gebrauchen. Das geht vom Teleskopspiegel über die Wathose bis hin zur Teleskopleiter.

Hat „ihr Cacher“ auch schon?
Es gibt da noch ein cooles Gadget was inzwischen immer mehr Cacher ihr Eigen nennen und sehr begehrt als Tauschobjekte zu finden sind: Geotoken.
Geotoken sind mit Laser gravierte Kunststoffplättchen in transparent und vielen Farben. Die Möglichkeiten sind so wahnsinnig vielfältig dass man sie nicht beschreiben kann. Die muss man gesehen haben. DIE Anlaufstelle Nr. 1 ist da der LaserLogoShop von Mario Kahn aus Geesthacht. Der Mann hat echt tolle Ideen und weiß diese geschickt umzusetzen. Vielleicht einfach mal von dort nen Gutschein verschenken?

 

 

Ich bau mir ein Reaktivlicht

LEDEin Reaktivlicht? Wasn das? Beim Geocaching gibt es eine besondere Spielart: der Nachtcache. Dort hangelt man sich eine Wegstrecke anhand von Reflektoren durch den Wald. Wenn man da mal eine längere Distanz zu überbrücken hat sind Reflektoren aber nicht wirklich geeignet weil deren Leuchtweite eingeschränkt ist. Doch da kommt das Reaktivlicht ins Spiel. Es ist eine elektronische Schaltung die darauf lauert kurz angeleuchtet zu werden um dann mit einer Blinksequenz zu antworten. Und da man im Dunkeln das Blinken von hellen LEDs sehr weit sehen kann ist das eine gut Lösung dafür. Es gibt auch noch weitere Möglichkeiten was man mit der Schaltung realisieren kann, dazu aber später mehr.

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Ich bin demnächst in xyz, welche Geocaches MUSS ich gemacht haben?

GeocachingIn letzter Zeit tauchte diese Frage immer häufiger in den sozialen Netzwerken auf. Klar, ist ja auch Urlaubszeit. Und sicherlich fallen den regionalen Cachern aus der gesuchten Gegend auch schneller die Highlights ein als allen anderen. Dennoch hat man bei immer mehr Fragen der Art den Eindruck dass sich keiner mehr die Mühe macht sich mal selber auf der Karte in der Region umzuschauen. Man hat den Eindruck dass da auch keiner Bock drauf hat, ist ja viel einfacher mal bei Facebook zu fragen. Dort allerdings sind immer mehr Leute genervt weil alle 2-3 Postings genau danach fragen. Gern auch immer und immer wieder zur gleichen Region. Ich weiß schon gar nicht mehr wie oft in der Hamburger Facebookgruppe danach gefragt wird was man gesehen haben muss. Dort gibt es sogar eine öffentliche Liste der regionalen Empfehlungen die aber trotzdem ignoriert wird.

Man möchte fast meinen dass der ein oder andere nicht weiß WIE man sich die Perlen der Region heraus suchen kann. Das will ich Euch hier mal zeigen.

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Geocaching – ohne Gummipunkt stirbt man scheinbar…

Geocaching_smallWie in vielen anderen Hobbies auch trifft man beim Geocaching auf merkwürdiges Gehabe und merkwürdige Gestalten. Eigentlich sollte das Finden eines Geocaches ja ein Erlebnis sein bei dem man entweder etwas schönes entdecken kann oder einen eine witzige Dose zum Schmunzeln bringt. Nun bekommt man aber für das online loggen eines Fundes einen virtuellen Punkt, einen „Gummipunkt“.
Und immer wenn es Punkte gibt artet das ganze als Wettbewerb aus. Viele definieren sich über die Anzahl der Funde. Frei nach dem Motto: Viele Funde, da muss man ja ein Experte sein, da gilt man was in der Community…

Scheinbar ist einigen Cachern dieser „Gummipunkt“ derart wichtig dass sie, obwohl ein Cache disabled (zur Zeit nicht verfügbar) und die Dose nicht da ist ist um diesen Punkt betteln. Die Guidedelines (Spielregeln) besagen allerdings dass man einen Cache nur online loggen darf wenn man auch das Logbuch signiert hat. Weiterlesen

Einen Geocache per Spracheingabe loggen [Update]

Geocaching_smallEigentlich eher eine „Schnapsidee“, aber warum nicht?
Im Cachepodcast wurde in Folge #131 darüber sinniert wie man den ewigen „TFTC“ und „mehr nachher“-Logs entgegen arbeiten kann. Diese stammen ja meist von Smartphonecachern die vor Ort keine Lust/Zeit haben lange Texte ins Handy einzutippen.  Es tauchte die Idee auf ob man nicht eine App programmieren könnte mit der man den Log diktieren kann.
„Witzige Idee“ dachte ich, aber das kann mein Handy doch schon!
Kurz ausprobiert: klappt!

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TipiTipiTap im Gelderland

MEGA-EventEigentlich hatten wir uns ja 2012 auf die Fahne geschrieben kein Geocaching-Mega-Event zu besuchen. Und eigentlich sehen wir das auch immer noch so.
Nun kam es aber dazu dass eines der vielen Mega-Events im Jahr 2014 unser Interesse ein wenig weckte…

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Kompass kalibrieren beim Samsung Galaxy S3 und S4

Immer wieder kommt es mal vor dass wenn man das Smartphone „mal eben kurz“ zum Geocaching nutzt der Kompass total durchdreht und wild in alle möglichen Richtungen zeigt obwohl man doch still auf einem Fleck steht. Oder wie mir neulich bei einem Wherigo passiert dass der Kompass ständig eine Abweichung der Richtung um ca. 30 Grad hat.
Hier wird es Zeit für eine Kompasskalibrierung.

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Wie aus einer Idee ein Geocoin als Geschenk wurde

GeocoinBevor wir in den Kurzurlaub zu unseren österreichischen Freunden aufbrachen grübelten wir darüber was wir wohl als kleines Geschenk mitnehmen könnten. Da unsere Freunde ebenfalls Geocacher sind kam uns die Idee einen persönlichen Geocoin zu erstellen. Nur wie? Ein Shop der dies ermöglicht war schnell gefunden, blieb nur noch das Motiv. Etwas persönliches sollte es sein. Vielleicht die Familie in gemalt? Das kann ich aber nicht… Und da kommt meine World of Warcraft-Gilde „Seraphim“ ins Spiel:
Ich wusste, dass Takisha aka Dani gern zeichnet. Nachdem ich ihr erklärt hatte was ich vor habe mailte ich ihr kurzerhand einige Fotos der Familie und sie skizzierte sie ganz toll. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken.
Ich arbeitete dann mit einer Foto-Software die Konturen heraus und colorierte die Personen mit einem Grafiktablett nach. Dann noch arangiert und zur Motiv-Überprüfung eingereicht (Groundpseak möchte alle Motive sehen die auf Geocoins gedruckt werden) und nach ein paar Tagen lag dann der fertige Geocoin in unserem Briefkasten.
Das Grinsen der Fünf bei der Übergabe zeigte uns: das Ding scheint zu gefallen 😉
Wer nun die zukünftige Reise des Coin verfolgen möchte kann dies hier nachschauen: Link
Und damit Ihr Euch nun selber mal ein Bild davon machen könnt wie aus der Idee ein fertiger Geocoin geworden ist hier noch mal die einzelnen Schritte

 

Warum ich mir das cachen nicht verbieten lasse…

Im Blog von LBG Ruhrgebiet (LBG steht dabei für Location Based Games) schrieb chrisrock31 einen tollen Artikel dem ich 1:1 nur zustimmen kann und ihn hier einfach mal kopiere. Wie gesagt, der Artikel stammt nicht von mir, das Original ist im Blog von LBG Ruhrgebiet zu finden. Das sollten sich alle Geocacher, Opencacher, Extremcacher und wie sie sich sonst noch so nennen mal zu Herzen nehmen. Kommentare dazu ladet bitte im Original-Blog ab, schließlich hat chrisrock31 sich die Mühe gemacht den Artikel zu schreiben und nicht ich.

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Keine Frage; wir leben “in Zeiten des Umbruchs”.
Geocaching mit all seinen Auswüchsen rückt immer mehr in die Öffentlichkeit und damit auch in die Schusslinie zahlreicher Interessensvertreter.
Es steht auch nicht zur Diskussion, dass wir (und damit auch ich) aktiv zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Herrscharen von Geocachern suchen die Powertrails im Lande heim – mit entsprechenden Folgen, Nachtcaches sprossen aus dem Boden, es wurde geschraubt, gemalt, gebaut, betoniert, aufgebrochen,…Ich bezweifel nicht, dass sich einiges ändern müsste; das respektvoller mit der Natur umgegangen werden müsste, das Sachbeschädigungen keinen Platz haben, usw.

Etwas jedoch irritiert mich. Immer wieder ließt man in Foren und Blogs Aussagen in der Art von:

Wenn sie nur am Ort interessiert sind, warum muss es dann im Rahmen des Geocachings sein? Damit schadet man ob gewollt oder nicht dem gesamten Hobby…
[Quelle Geoclub – im Zusammenhang mit extremcaching.de]

Wer will, soll LP besuchen, aber last doch einfach die Dosen weg.
Wer will, soll Bäume und Feldwände hochklettern, aber last doch einfach die Dosen weg.
Wer will soll in Höhlen rumkriechen, aber last doch einfach die Dosen weg.
Man muss doch nicht auf Teufel komm raus alles mit Geocaching verknüpfen!
[Quelle Geoclub – im Zusammenhang mit extremcaching.de]

Aber: Warum muss man unbedingt das ganze unter der Flagge des Geocachings betreiben? Wenn irgendeiner auf dieser Plattform Schei**e baut, waren es die Geocacher!
[Quelle JR849]

Egal ob Geocaching.com, Opencaching.de, Opencaching.com oder wie auch immer die Plattform heißen mag, das Listing bereit hält und es findbar ist, und auch gesucht wird, wird sich dieser Grundeigentümer über die uneinsichtigen Schatzsucher ärgern.[…]
Jeder ist gefragt, unser Hobby zu erhalten
[Quelle: Das Lange Suchen – Im Zusammenhang mit der Auslagerung einiger Caches nach OC.de]

Nein. Ich werde nicht den Grundstückseigentümer fragen, bevor ich dort einen Cache lege.
Ich habe diesen “Dialog” bereits mehrfach versucht – es ist eine Arbeit, die ich nicht einsehe. Da kann jemand in Seattle mir vorschreiben was er will. Für einen gemeindeübergreifenden Wandermulti von 16km Länge und reinen Ablesestationen auf Wegen habe ich es versucht. Ich habe mit insgesamt 12 Personen über Wochen direkten und indirekten Kontakt gehabt…und es wurde nicht erlaubt, weil der Grundstückseigentümer befürchtete, der Jäger könnte gestört werden, der damit einverstanden war. Nein ich mache das nicht.

Nein. Ich werde mir auch nicht vorschreiben lassen, wie ich cachen gehen soll.
Ich mag LPs. Ich besuche LPs auch ohne Dose und manchmal ist das noch schöner. Ich werde es aber auch weiter machen. Ich werde auch weiter Höhlen befahren und dafür fahre ich auch mal ein paar Kilometer. Ich laufe dafür auch einen 12km langen Kreis durch den Wald. Ich werde mich auch weiterhin abseits der Wege durch den Wald bewegen, solange dies dort erlaubt ist.

Nein. Ich werde mich weiter Geocacher nennen.
Ich bin Geocacher und bleibe Geocacher – solange, wie ich entlang meines Weges eine Dose suche. Sei dies nun ein Logbuch in einer Höhle, nachts, auf einem LostPlace, einem Bunker oder im Unterholz.

Warum?
Das sind für mich essentielle Aspekte des Hobbys. Es ist nichteinmal 1,5 Jahre her, da veröffentlichte Groundspeak ein Video von der “Stadt im Wald” – als Geocaching. Vor drei Monaten veröffentlichte Groundspeak ein Video zur Vorstellung von Nachtcaches. Und nun verbietet/schränkt es eine Plattform deutlich ein – und das ist in Ordnung. Trotzdem lasse ich mir nicht verbieten LPs zu besuchen und dort ein Logbuch zu suchen – wenn auch vielleicht eines, das auf einer anderen Plattform veröffentlicht ist.
Aber auf einer anderen Plattform betreibe ich das selbe Hobby. Ich für meinen Teil bin dann weder ein Opencacher, noch ein Garmin-Opencacher noch ein Terracacher, noch ein Extremcacher, oder wie immer die Plattform heißen mag – ich bin Geocacher – oder seit wann bin ich Groundspeaker?

Solange ich keinem Verein oder einer sonstigen Institution unterworfen bin, kann ich das Hobby betreiben, wie ich es möchte.

Was ich aber mach – ich halte mich dabei an geltende Gesetze – wenn wir das mit LPs mal ein wenig “ausklammern”.
Ich verlasse den Weg, wo dies durch das Betretungsrecht gedeckt ist und nicht im NSG.
Ich beschädige kein fremdes Eigentum – auch keinen Baum, so dass dem Besitzer ein wirtschaftlicher Schaden entsteht.
Ich betrete keine Fledermausquartiere zwischen Oktober und März. Aber beispielsweise kleine Bunker, die im Winter deutlich zu kalt sind…
Ich gehe respektvoll mit der Natur um – ich hinterlasse keinen Müll, fahre nicht mit dem Auto durch den Wald, jage mit der X21 keine Rehe…
Ich versuche andere nicht zu belästigen. Ich laufe nicht grölend nachts durch das Wohngebiet, ich versuche den Jäger nicht zu stören, ich trampel nicht in Vorgärten rum, ich schleiche nicht um irgendwelche Regenrinnen vor Kindergärten herum…und sollte das aus Versehen dennoch geschehen (wir sind ja alle Menschen), dann suche ich nicht den Konflikt.

Manchmal hört man Geocaching steht kurz vor dem gesetzlichen aus – Belege bleiben diejenigen jedoch bisher aus die das verbreiten. Geocachen kann auch gar nicht vor dem gesetzlichen Aus stehen. Wenn ich mich an geltendes Recht halte, so kann man es mir garnicht verbieten.
Wenn ich eine Wandervorschlag mit dem GPS abgehe – dann ist das mein Recht. Und wenn jemand auf seiner Website, einem Forum, via Twitter oder sonstwie verbreiten will, dass jeder erfolgreiche Wanderer sich in sein “Wanderbuch” eintragen kann – dann ist das sein Recht…auch wenn er es Logbuch nennt und dafür einen zentralen Anbieter wählt.
Wenn ich eine Höhle innerhalb der gesetzlichen Regelungen befahre und mich in das Höhlenbuch eintrage –  dann ist das mein Recht – auch wenn es statt Höhlenbuch Logbuch heißt…
Wenn ich einen Berg besteige und mich in das Gipfelbuch eintrage – dann ist das Recht – auch wenn es in dem Fall Logbuch genannt wird…
Wenn ich innerhalb der gesetzlichen Regelungen tauche und meine Initialen auf eine dafürvorgesehe Tafel schreibe – dann ist das mein Recht…und ich darf es sogar öffentlich verbreiten, via Twitter, mit Foto, auf einer oder meiner Internetseite, in Blogs, oder auch als Zeitungsanzeige.
Wenn ich durch das Unterholz streife und Pilze suche – und mich jemand an die besten Plätze via Koordinaten leitet und als Dank ein paar Zeilen in seinem “Pilzesammlerband” erwartet – dann ist das sogar in zahlreichen NSGs mein Recht.
Wenn ich nachts eine Halde im Ruhrgebiet betreten möchte (auch sowas wurde schon archiviert), um die Aussicht zu genießen – dann ist das mein Recht – auch wenn dabei an einer besonders schönen Stelle ein Logbuch zu finden ist, oder ich dort ein Foto von meinem GPS mache und es anschließend hochlade…ich darf sogar unterwegs Sudokus lösen, Binärzahlen umwandeln und Anrufbeantworter anrufen – es ist mein Recht.
Ich betrete LPs – ja. Kann das Hausfriedensbruch darstellen? Möglicherweise. Bin ich dort schonmal vom Eigentümer/Verwalter angetroffen worden – ja…und immer und ohne Ausnahme ergab sich ein zum Teil sehr interessantes Gespräch und man durfte mit der Kamera weiterziehen. Es wurde geduldet – ein Recht ist hieraus aber nicht abzuleiten.

Und wenn nun an meinem Weg ein Logbuch für mich zufinden ist, dann bin ich geocachen – egal wo entlang der Weg mich führte. Und solange ich ein paar Punkte beachte sogar mit Recht. Und wenn ich hier in dem Blog einen Wandervorschlag vorstelle und als Ziel eine Schatztruhe mit Ü-Eierfiguren angebe und jeder erfolgreiche oder nichterfolgreiche Wanderer sein Feedback als Kommentar hinterlassen soll – dann darf ich das – und ich darf es “Geocaching” nennen.